Diese Gedichte wurden mit anschließender Übersetzung beim Literarischen Lenz in Centrope X am 18. Mai 2017 im Theaterbrett vom Autor selbst gelesen und anschließend folgte die Übersetzung von Agnés Nagy, die sie auch in der Datenbank finden werden.
Schein Gábor
Üdvözlet a kontinens belsejéből
Az utolsó személyvonat a legkülső vágányon
csikorogva megáll. A szellemek visszaveszik
megunt, sötét testüket, és a nedves peronra lépve,
Am Samstag fahren wir ab, sagt Alice beim Abendessen, während sie Lola mit Griesbrei füttert. Lola mampft ǀ isst gehorsam. Richard mampft ǀ isst auch gehorsam, die anderen haben Risotto, das vom gestrigen Hühnchen mit Reis übriggeblieben ist. Richard denkt dabei, ob er morgen früh laufen geht, oder ob er sich am Abend ein weiteres Glaserl Wein genehmigen und in der Früh dagegen länger schlafen kann.
Karlík schlägt mit der Gabel auf den Teller. Richard ermahnt ihn, wie schon hundert Mal zuvor…
Es ist überhaupt die Frage, ob man heute schreiben soll? Sie wird wieder drohend neu gegen den dunklen Himmel aufgeworfen. So sieht das Unbekannte aus, dem die Angst sofort die Mundöffnung mit einem obszönen Rouge nachziehen will.
Schreiben? Das frage ich, der instinktiv Vertrauen in Eruption und Glauben an Gott hat?
Auf der Homepage des Vereins "I geh lesen" (www.ig-lesen.at) befindet sich der Text "Weihnachten in Belarus" von Dr. Jelena Semjonowa-Herzog (Germanistin, Autorin und Übersetzerin).
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