Im Mai 2026 findet das Literaturfestival "Literarischer Lenz in Centrope" bereits zum 19. Mal statt.
Wo: Theater Arche (Münzwardeingasse 2a, 1060 Wien)
Wann: 12. und 13. Mai jeweils ab 19 Uhr
Freier Eintritt.
Organisation und Moderation: Stephan-Immanuel Teichgräber und Jelena Semjonowa-Herzog
Es lesen und spielen Marion Steinbach, Arnold Wilfing, Matthias Stangl.
XIX. Literarischer Lenz in Centrope
Literárna jar Irodalmi tavasz Literární jaro
Programm
Dienstag, 12. Mai 2026
19.00 ERÖFFNUNG
19.30 MARLEN SCHACHINGER (Wien) „Der Mann, der einen Berg versetzte, da seine Frau ihr Leben lebte. Oder: Versuch über den Mut in Fortsetzungen“
20.00 ALEXANDRA SALMELA (Tampere) „56, či?“ [56, oder?]
20.30 ALEXANDER PEER (Wien) „Gin zu Ende, achtzehn Uhr“
21.00 MIROSLAV HLAUČO (Praha) „Letnice“ [Pfingsten]
21.30 ANDRÁS PETŐCZ (Budapest) „Elnyugvás, ahogyan épp“ [Beruhige dich, so wie gerade jetzt]
Mittwoch, 13. Mai 2026
19.00 GERGŐ KÖRÖSZTÖS (Budapest) „Lágy szilánk” [Weicher Splitter]
19.30 THOMAS BALLHAUSEn (Wien) „Das Mädchen Parzival“
20.00 APOLENA VYBÍRAlOVÁ (Praha) „Vzteklina“ [Tollwut]
20.30 GERTRAUD KLEMM (Pfaffstätten) „Einzeller”
21.00 KATARÍNA MIKOLÁŠOVÁ (Žilina) „Hus vo veľkomeste“ [Eine Gans in der Großstadt]
21.30 KATHARINA TIWALD (Wien) „Macbeth Melania“
THOMAS BALLHAUSEN, geb. 1975 in Wien, Autor, Kulturphilosoph und Literaturwissenschaftler. Internationale Tätigkeit als Vortragender, Herausgeber und Kurator. Zahlreiche literarische und wissenschaftliche Publikationen; zu seinen neuesten selbständigen Veröffentlichungen zählen der Gedichtband „Unter elektrischen Monden“ (Edition Keiper, 2023) und die Studie „Nachtaktiv. Versuch über das Cahier“ (Innsbruck University Press, 2023). (Quelle: der Autor)
MIROSLAV HLAUČO, geb. 1967 in Bobrovec, ist Schriftsteller und Theaterregisseur und lebt in Prag. Nach seinem Regiestudium an der DAMU und einem Filmstudium an der Universität in Bratislava war er in den 1990er Jahren als Regisseur tätig. Sein literarisches Debüt, der Roman „Pfingsten. Erinnerung an das Ende der Welt“, wurde zu einem bedeutenden Ereignis in der tschechischen Literaturszene – 2025 gewann er den Hauptpreis von Magnesia Litera. (Quelle: Slovenské Literárne Centrum)
GERTRAUD KLEMM, geb. 1971 in Wien. Aufgewachsen in Baden bei Wien. Biologiestudium in Wien, seit 2006 freie Autorin. Sie lebt mit ihrer Familie in Pfaffstätten (NÖ) und schreibt Romane, Theaterstücke, Reden, Gastkommentare und Essays. Sie erhielt viele Auszeichnungen, u. a. den Anton-Wildgans-Preis, den Ernst-Toller-Preis, den Outstanding Artist Award und den Publikumspreis beim Bachmannpreis. Romane: Einzeller (2023), Hippocampus (2019), Aberland (2015). Aktuell erschienen: „Abschied vom Phallozän“, eine Streitschrift (Matthes & Seitz, 2025) (Quelle: die Autorin)
GERGŐ KÖRÖSZTÖS, geb. 1998 in Dunaújváros, dort aufgewachsen, studierte Kunsttheorie und Philosophie in Budapest. Zurzeit absolviert er das Masterstudium in Bildung-Kultur-Anthropologie in Jena. 2025 erschien sein erster Lyrikband „Lágy szilánk” [Weicher Splitter]. (Quelle: der Autor)
KATARÍNA MIKOLÁŠOVÁ, geb. 1963 in Žilina, absolvierte eine technische Ausbildung und war als Konstrukteurin tätig. Ihr Debüt gab sie 2003 mit dem Gedichtband „Mit den Augen dringe ich in dich ein“. Weitere Lyrikbände „Träumen unter der Haut“ (2004) und „Tanz der Föhre“ (2006) folgten. Außerdem schreibt sie für Kinder. Ihre Werke erscheinen in Anthologien, im Slowakischen Rundfunk, in der Kinderzeitschrift „Včielka“ [Bienchen] und in der Regionalpresse. 2025 kam sie mit ihrem Buch „Eine Gans in der Großstadt“ (2024) auf die Shortlist von Anasoft Litera. (Quelle: Slovenské Literárne Centrum)
ALEXANDER PEER, geb. 1971 in Salzburg. Peer lebt als freier Autor in Wien. Regelmäßig schreibt er über Literatur, Philosophie und Architektur. Bücher u.a.: „111 Orte im Pinzgau, die man gesehen haben muss“, „Gin zu Ende, achtzehn Uhr“, „Der Klang der stummen Verhältnisse“, „Bis dass der Tod uns meidet“, „Land unter ihnen“ und „Herr, erbarme dich meiner“ (über Leo Perutz). Er erhielt verschiedene Auszeichnungen, 2025 arbeitete er als writer-in-residence in Ventspils (Lettland) und Paliano (Italien). (Quelle: www.peerfact.at)
ANDRÁS PETŐCZ, geb. 1959 in Budapest, ist Träger des Sándor-Márai-Preises, des Attila-József-Preises und des Ungarischen Lorbeerkranzpreises. Zuletzt erschienen: „Du bist ich“ (Gedichte, 2026), „Der androgyne Liebhaber“ (Roman, 2025) und „Für die schlafende Mutter“ (Gedichte, 2024). Von Januar 2023 bis Februar 2026 war er Chefredakteur der Literaturzeitschrift „Opus“. Er ist Vorsitzender der Sektion Belletristik der Ungarischen Gesellschaft für Literaturgeschichte. (Quelle: der Autor)
ALEXANDRA SALMELA, geb. 1980, ist Schriftstellerin, Übersetzerin und Theaterdramaturgin. Sie wurde in Bratislava geboren und lebt in Tampere. Sie schreibt und veröffentlicht auf Finnisch und Slowakisch für Kinder und Erwachsene. Ihr Debütroman „27, oder Der Tod macht einen Künstler“ wurde 2010 mit dem Helsingin Sanomat-Preis für das beste Debüt des Jahres und dem Kulturpreis der Kalle Kaihari-Stiftung ausgezeichnet und für den Finlandia-Preis sowie den Anasoft-Litera-Preis nominiert. Für ihr jüngstes, auf Slowakisch erschienenes Prosawerk „56, oder?“ erhielt sie den Anasoft-Litera-Preis 2025.
MARLEN SCHACHINGER, geb. 1970 in Braunau a. Inn, lebt, liebt und arbeitet als freiberufliche Literatin. Zahlreiche Publikationen, zuletzt „Landschaften in Schalen“ (Edition Arthof, 2025), „Der Mann, der einen Berg versetzte, da seine Frau ihr Leben lebte. Oder: Versuch über den Mut in Fortsetzungen“ (Edition Arthof, 2024), „Erkenntnis kommt in blauer Stunde“ (Verlag Der Apfel, 2023). Zudem filmische Arbeiten, Hörbücher, Theaterstücke. Zahlreiche Literaturpreise u. -stipendien. (Quelle: www.marlen-schachinger.com)
KATHARINA TIWALD studierte Sprachwissenschaft und Russisch in Wien, St. Petersburg und Glasgow. In ihrem jüngsten Roman schickte sie sich selbst in Begleitung von E. Jelinek durch ein zeitgenössisches Inferno („Mit Elfriede durch die Hölle“, Milena 2021). Ihre Theaterarbeiten drehen sich oft um Fragen politischer Verstrickungen und persönlichen Einsatzes, zuletzt 2025 in „Die Retter“ (OHO/Offenes Haus Oberwart, mit Peter Wagner) und im Opernlibretto zur ermordeten maltesischen Journalistin Daphne C. Galizia, „Daphnes Garten“ (klagenfurter ensemble und OHO 2023). Sie schreibt auch Feuilletonistisches für Presse, Furche und Standard und unterrichtet an einer Wiener Mittelschule. (Quelle: die Autorin)
APOLENA VYBÍRAlOVÁ, geb. 2001, studiert Bohemistik und Hispanistik an der Philosophischen Fakultät der Masaryk-Universität. Im April 2023 gewann sie den Vladimír-Vokolek-Literaturpreis für ihre Texte und war im selben Jahr Finalistin des LFSH. Ihr Debüt-Gedichtband „Tollwut“ wurde im Dezember 2024 im Verlag "Bílý Vigvam" veröffentlicht und für den Magnesia Litera Award für Lyrik sowie den Jiří Orten Award nominiert. (Quelle: die Autorin)
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