Die Wege der Literatur sind unergründlich. Jene der Kritik manchmal auch. Etwa im Fall von Christian Kracht, der vor 13 Jahren seinen ersten Roman vorlegte. Seither wird wenig über Krachts Bücher oder seine journalistischen Arbeiten und viel über seine Person geredet. Den einen gilt Kracht als Dandy, der Geschichten erzählt, andere halten ihn für einen von der Welt Angeekelten, einmal heißt es, er sei dem Rechtsokkultismus verfallen, dann wieder dem Sowjetkommunismus, manchmal soll er in Italien leben, in Argentinien, München oder, wie es jetzt heißt, in Mali - vielleicht.
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